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Lifesaver in der Schwangerschaft

6 Lifesaver in der Schwangerschaft

Schwanger sein ist für mich eine Zeit, in der ich mich nochmal ganz anders auf meinen Körper konzentriere als sonst. Im Moment fühle ich mich rund rum wohl und habe keine Zipperlein, deshalb läuft die Schwangerschaft auch gerade so nebenher. Trotzdem versuche ich bewusst auf die Bedürfnisse meines Körpers zu achten. Auf diese acht Dingelchen könnte ich gerade nur ganz schwer verzichten:

  1. Zum Glück bin ich im Sommer schwanger: ich habe nämlich seit Wochen Heißhunger auf frisches Obst. Besonders frische Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren…eigentlich alle Beeren könnte ich gerade pfundweise essen. Und Aprikosen, hatte ich die schon erwähnt? Und Kirschen gehen gerade auch immer!
  2. Schwangerschaftsdemenz ist kein Gerücht, das gibt es wirklich. Weil ich regelmäßig im Supermarkt stehe und nicht mehr weiß was ich will, gehe ich nirgendwo mehr ohne mein kleines Notizbüchlein.
  3. Ab und an schmeiße ich mich noch in meine Heels, aber die sieben Kilo Gewicht die ich inzwischen mehr habe, tragen sich in bequemen Schuhen einfach besser. Zum Glück gibt’s von Birkenstock inzwischen einige tageslichttaugliche Modelle.
  4. Ich habe im Moment einfach permanent Durst. Damit ich nicht zu viel zuckriges trinke, gibts jede Menge Tee. Im Moment am liebsten frischen Pfefferminztee, die Minze auf dem Balkon wuchert nämlich wie verrückt.
  5. Wer in der Schwangerschaft Sport treibt, hat eine leichtere Geburt und ist danach schneller wieder fit, Diesmal schaffe ich es leider nicht zum Schwangerschaftsyoga, deshalb habe ich mir diese DVD mit sanften Pilates-Übungen zugelegt. Macht Spaß, ich fühle mich gut dabei und Mira turnt sogar mit. Jackpot!
  6. Meine Haut ist gerade ein echter Nimmersatt, da ist die Bodybutter von Greenland genau richtig. Im Moment bin ich ganz schön geruchsempfindlich, aber der dezente Vanillegeruch ist echt lecker!

Was sind bzw. waren eure kleinen Retterchen während der Schwangerschaft?

Kanga-Training: Fit mit Baby

Lena Thimian_Kanga„Und jetzt Step Touch!“ Lena Thimian, Kanga-Trainerin in Offenburg, hebt die Stimme, um die Aerobic-Musik zu übertönen. Ich schwitze, und suche in meinem stilldementen Hirn nach dem nächsten Schritt der Routine. Ach genau, der Sidesteps wars, schnell hinterher. Von der Musik und dem Geschaukel völlig unbeeindruckt, schläft Mira während dessen im Tragetuch an meiner Brust.

Sie schläft genauso friedlich wie die Babys der anderen acht Kursteilnehmerinnen, die mit mir zusammen an diesem Morgen beim Kanga-Training die Schwangerschaftspfunde verlieren und die üblichen Verdächtigen (Bauch, Beine, Po) straffen wollen.

Kanga ist die ideale Sportart für Frauen, die gerade Mutter geworden sind. Trainiert wird zu Musik und mit Baby. Um was es beim Kanga (kommt übrigens von Känguru) sonst noch geht, erklärt Lena Thimian im Interview:

Was genau ist Kanga?

Kangatraining ist ein spezielles Ganzkörper-Workout für Mamas nach der Geburt. Es werden gezielt die Muskeln trainiert, die unter der Geburt gelitten haben und auch die wieder aufgebaut, die im Alltag als Mama besonders gefordert sind. Aber das Besondere beim Kanga ist, dass die Babys immer mit dabei sind. Den Großteil der Trainingsstunde verbringen sie – meist schlafend – in einer so genannten Komfortrage. Die Mamas verbringen also Zeit mit ihren Babys und können gleichzeitig etwas für sich und ihren Körper tun.

Für wen ist Kanga geeignet?

Für jede Mama, die nach der Schwangerschaft wieder fit werden und zur alten Figur zurück finden möchten. Ein Muss vor dem Trainingsbeginn ist die gynäkologische Abschlussuntersuchung und das Okay des Frauenarztes, wieder mit Sport zu beginnen (bei einer normalen Geburt sechs bis acht Wochen nach der Entbindung). Außerdem empfehle ich den Mamas vorab oder zumindest parallel zur Rückbildungsgymnastik zu gehen, um den Beckenboden zu stärken.

Mitmachen können die Mamas so lange, wie es ihnen und ihren Babys Spaß macht – mit zwei Jahren ist meist aber endgültig Schluss.

Was bewirkt Kanga?

Kangatraining ist ein Intervalltraining was bedeutet, dass zum einen die Ausdauer erhöht aber auch die Muskulatur wieder gestärkt wird. Die Mamas werden allgemein fitter, das Bindegewebe straffer und durch das Tragen wird neben der Mutter-Kind-Bindung auch das Gleichgewicht und der Muskeltonus der Babys gestärkt, weil sie sich (auch schlafend) permanent den Bewegungen ihrer Mütter anpassen. Die Mamas kommen raus, lernen andere Mütter und ihre Kinder kennen und haben eine Menge Spaß gemeinsam mit ihren Kindern.

Wie bist Du zu Kanga gekommen?

Ich habe nach der Geburt meines ersten Sohne im August 2009 festgestellt, wie schwer es ist, Sport und Kind zu verbinden. Ich wollte mein Baby keiner fremden Person in einem Fitness-Studio anvertrauen, hatte aber keine Verwandtschaft in der Nähe, die meinen Sohn in der Zeit hätte nehmen können. Und nur Kinderwagen schieben war mir zu wenig.

Schon damals hatte ich über das Kangatraining gelesen und war begeistert von der Idee. Leider gab es aber zu dem damaligen Zeitpunkt keine Trainerin in meiner Nähe.

Nach der Geburt meines zweiten Sohnes im November 2011 erinnerte ich mich an das Kangatraining und bekam die Möglichkeit, im Juni 2012 meine Ausbildung zur zertifizierten Kangatrainerin zu absolvieren.

Gibt es Kanga auch bei mir in der Nähe? Wo kann ich mich informieren?

Kangatraining gibt es heute überall in Deutschland. Wo genau die nächste Trainerin ihre Kurse anbietet kann man unter www.kangatraining.de erfahren. Hier gibt es auch weitere Bilder, Infos und alle Kontaktdaten zu der Trainerin in deiner Nähe

Liebe Lena, vielen Dank für die Antworten und bis Donnerstag!

Falls Euch die Infos noch nicht reichen, werft mal einen Blick in die aktuelle Baby und Familie aus der Apotheke. Darin stellt Dr. Simone Koch, Gynäkologin und Kanga-Trainerin aus Berlin, einige Kanga-Übungen für Zuhause vor.