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Glück

Die einen oder anderen von euch haben es vielleicht schon über Twitter, Facebook oder Instagram mitbekommen: am 17. Oktober kam unsere Tochter Clara Marie zur Welt. 3200 Gramm schwer, 48 cm lang und zuckersüß. Seitdem hat sich die Welt für mich mal wieder um 180 Grad gedreht. So ein kleiner Mensch verändert einfach die Perspektive auf alles…Im Moment schwebe ich gerade auf einer unglaublich großen Glückswolke und ein Ende ist nicht abzusehen.

Life is wonderful!

family@work: Erzähle deine Geschichte!

Heute geht es weder um coole DIY-Projekte noch um Gadgets für Kinder. Heute geht es um ein Thema, dass mich selber als working Mom betrifft und zunehmend aufregt: das Thema “Vereinbarkeit von Familie und Beruf”.

family at work

810.000 Kitaplätze für unter Dreijährige zum 1. August 2013 – das ist sicherlich eine beachtliche Zahl. Aber verbessert das tatsächlich die Situation von arbeitenden Familien in Deutschland oder ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein

Was bringt eine Kita, die von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr geöffnet ist? Was ist mit der Betreuung von Kindergarten- und Schulkindern? Wie und wo sollen Kinder untergebracht werden, deren Eltern Schicht arbeiten? Wieso werden in Firmen immer noch Führungskräftemeetings von 17 bis 19 Uhr angesetzt? Und warum gibt es kaum Väter, die mehr als die zwei Anstandsmonate Elternzeit nehmen?

Statistiken liefern Fakten, Menschen erzählen Geschichten. Und genau die Geschichten berufstätiger Eltern möchte ich auf family@work sammeln.

So soll in den nächsten Woche ein Kompendium entstehen für

  • Politiker, die sich hinter Zahlen verstecken und dabei die Familienwirklichkeit gerne mal aus den Augen verlieren.
  • Journalisten, die an der Geschichte hinter den Zahlen interessiert sind.
  • alle Eltern, um ihnen zu zeigen, dass sie mit ihren Problemen und Nöten rund um das Thema “Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ nicht alleine dastehen.

Hast du Interesse, die Aktion zu unterstützen? Dann erzähle deine Geschichte (positiv wie negativ) auf family@work, oder teile diesen Post auf Twitter, Facebook. Google+ oder per Mail.

Vielen Dank für eure Unterstützung,

Anne

Was ich als Kind werden wollte und was aus mir geworden ist

Was ich als Kind werden wollte

Als Kind dachte ich, wenn man einmal einen Beruf ergreift, bleibt man sein ganzes Leben lang dabei.  Aber damals dachte ich auch, dass ich spätestens mit 27 Jahren verheiratet bin und in einem kleinen Häuschen mit Gartenzaun und Hund wohne. Tja, so kann man sich täuschen

So lange ich denken kann, wollte ich Tierärztin werden. Ich gebe zu, mein Berufsbild war durchaus Wendy- und ZDF-geprägt: mit wehenden Haaren sah ich mich auf einer Pferdekoppel stehen und ein großes schwarzes Pferd untersuchen, während mein Collie schwanzwedelnd neben mir sitzt. Nach eine Woche Praktikum bei meiner Tierarzt-Tante hatte sich das Thema erledigt. Weinende Katzenbesitzer die bei der Einschläferung ihres Lieblings zusammenbrechen, Hunde, denen die Maden aus offenen Wunden kriechen und die blutige Kastration eines kleinen Hengstes haben mich schnell von meinen romantischen Tierarzt-Träumen geheilt.

Das nächste Berufsziel war Hotelfachfrau. Aber auch hier hatten Vorstellung und Wirklichkeit wenig miteinander zu tun. Statt im Kostümchen am Empfang den Laden zu schmeißen, spülte ich während eines Praktikums Berge an dreckigem Geschirr und putzte viele viele Toiletten. Hotels betrete ich seitdem lieber als Gast – und bin extra nett zu den Angestellten.

Einige Praktika später – ich hatte inzwischen angefangen zu studieren – wusste ich endlich, was ich werden will: Journalistin! Und zwar am liebsten Klatschreporterin! Mal wieder war es ein Praktikum, das mir einen Strich durch die Berufspläne machte. Praktisch jeder beneidete mich um den Praktikusplatz bei einer großen deutschen Boulevardzeitung in New York. Ich fand New York auch toll, den Beruf als Klatschtante vom Dienst allerdings weniger. Prominente stalken ist einfach nicht mein Ding stellte ich fest, als ich an einem kalten Wintertag vor dem Haus von Heidi Klum rumlungerte, die gerade die Trennung von ihrem ersten Mann bekannt gegeben hatte. Außerdem fühlte ich mich durch die Nähe zu den Reichen und Berühmten weder wichtiger noch attraktiver. Höchstens dicker, was in Gesellschaft von Größe 32/34 Frauen mit kollektiver Essstörung aber auch nicht so schwer ist.

Also doch seriöse Journalistin? Nachdem ich meinen Magister in der Tasche hatte (hach ja, den gab es damals noch…) lernte ich für die Aufnahmeprüfungen an den Journalistenschulen und bewarb mich nebenher auf alles, was nach festem Job aussah und sich irgendwie mit meinem Lebenslauf vereinbaren ließ. Damals war „Generation Praktikum“ das Stichwort.  Gemeint waren damit gut ausgebildete Studienabsolventen, die sich jahrelang mit schlecht bezahlten Praktika über Wasser halten müssen und keinen festen Job finden. Deshalb nahm ich ziemlich schnell die Zusage einer PR-Agentur an und startete als schlechtbezahlte Volontärin (aber immerhin mit Vertrag!) ins Berufsleben

In den ersten drei Jahren war ich wirklich begeistert von meinen Job. Ich beriet Kunden aus dem Hightech- und IT-Umfeld, durfte viel schreiben, verliebte mich in das Thema Social Media und hatte trotzdem viel mit Menschen zu tun Wirklich sexy war der Job nicht – das glamouröseste an dem Job waren die freitäglichen Sekt-Sessions in der Agentur – dafür weiß ich wie der Schweinezyklus in der Speicherchip-Industrie funktioniert. Vor lauter Begeisterung für meine Arbeit ist mir erst spät aufgefallen, dass PR-Agenturen fast immer nur Durchgangsstationen sind. In vielen Agenturen gibt es Fußvolk, das für wenig Geld die Arbeit macht und einige wenige, die finanziell und repräsentativ die Lorbeeren ernten. Das letzte Agenturjahr war keine schöne Zeit: die 27 hatte ich längst überschritten, mein Gehalt reichte gerade mal eben für ein schäbiges WG-Zimmer und die unbezahlten Überstunden konnte ich mir mit dem „du lernst ja viel“ -Mantra auch nicht mehr schön reden.

Damals starte ich meinen ersten Blog zu den Themen „Sport“ und „gesund Essen“. Schreiben über was ich will, wann ich will, wie ich will – und die Leute interessieren sich sogar dafür? Wie herrlich! Und auf einmal platze der Knoten….ich lernte meinen neuen Freund (heutigen Mann) kennen, zog um und fand eine Stelle als Online Marketing Manager bei einem Software-Unternehmen. Bingo!

Heute habe ich einen Job, tolle Kollegen, ein echtes Gehalt und kann mich auch beruflich meiner großen Leidenschaft widmen: dem Thema Social Media. Falls euch interessiert was ich so mache, besucht doch mal den Lexware Firmenblog, werft einen Blick auf unsere Facebook-Seite oder besucht unsere Xing-Gruppe. Während meiner Elternzeit im letzten Jahr fing ich außerdem wieder an zu bloggen und startete parallel zu Familie und Job diesen Blog.

 

Einen einzigen Beruf sein Leben lang ausüben? Wie langweilig! Ich habe mein Geld schon als Putzfrau, Journalistin und PR-Consultant verdient und heute bin ich von Beruf unter anderem Social Media Managerin, Bloggerin, Online Marketing Fachfrau, Texterin und Netzwerkerin. Und ich bin mir sicher, da kommt noch mehr!

Frage in die Runde: Was wolltet ihr als Kind werden?

 

Dieser Post ist Teil der Blogpostreihe „Was ich als Kind werden wollte und was aus mir geworden ist“ der Blogger Lounge auf Facebook. Gestern hat Johannisbeerchen über ihre berufliche Reise berichtet, morgen ist Nicole von Meereswind dran. Ich freu mich schon auf ihre Geschichte!

To-do-Liste Sommer 2013

Sommer 2013

  1. Endlich richtig jonglieren lernen
  2. Die ersten eigenen Erdbeeren ernten
  3. Das Fotobuch zu Miras erstem Jahr endlich fertig machen
  4. Eine alkoholfreie Alternative zu Hugo und Sprizz finden
  5. Mit Mira im See plantschen gehen  – so oft wie möglich
  6. Ein Picknick machen
  7. Zur Abwechslung mal keinen Sonnenbrand bekommen
  8. Eis selber machen
  9. Möglichst oft draußen essen
  10. Bilder aufhängen

Was habt ihr euch für diesen Sommer vorgenommen?

Goodbye Google Reader, hello Bloglovin!

Einen wunderschönen guten Morgen ihr Lieben, ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende!

Bislang habe ich alle meine Blogs und Lieblingswebsites immer über den Google Reader verwaltet. Deshalb war ich auch ziemlich enttäuscht als Google vor einigen Monaten verkündet hat, dass der Reader zum 1. Juli (yep, in 8 Tagen!) eingestellt wird. Seit der Ankündigung habe ich mir verschiedene RSS-Reader angesehen. Neben einem ansprechenden Design war mir dabei wichtig, dass ich meine Blogs auch weiterhin am Laptop und mobil auf dem Handy (ich bin Android-ianerin) lesen kann.

Hello BloglovinIch habe mich schließlich für Bloglovin als neuen RSS-Reader entschieden. Damit der Umstieg nicht so schwer fällt, kann man bei Bloglovin seine Google Reader Liste ganz einfach importieren (einfach hier klicken). Ein weiterer Pluspunkt: wenn man in Bloglovin auf einen Beitrag klickt, öffnet sich der Beitrag direkt in Bloglovin. Man kann also lesen und kommentieren und danach weiter durch seine Blogs stöbern. Das es Apps für iPhone, iPad und Android- Geräte gibt, versteht sich da ja fast von selber, oder?

Also wenn ihr ab dem 1. Juli nicht den Draht zu Babybirds verlieren wollt, folgt mir auf Bloglovin. Und wenn es unbedingt Google sein muss, darf es auch Google+ sein.

Frage in die Runde: Welchen RSS-Reader könnt ihr empfehlen?

 

Die 8 schönsten Dinge am Mutter sein…

Babytasche

Das kleine Fräulein M. ist jetzt ein Jahr alt und inzwischen ein richtiges Kleinkind. In letzter Zeit habe ich immer wieder darüber nachgedacht, was Eltern sein für mich eigentlich bedeutet und was sich so verändert hat. Hier sind für mich die (aktuell) acht schönsten Dinge am Muttersein:

1. Zum ersten Mal…

Meinem Kind jeden Tag zuzusehen wie es lernt und die Welt entdeckt, ist unglaublich spannend. Das Staunen in ihren Augen, als sie das erste Mal die Bäume über dem Kinderwagen wahrgenommen hat oder der Gesichtsausdruck, als sie am Wochenende gelernt hat Treppen hoch UND runter zu krabbeln, sind unbeschreiblich. Und zwar nicht nur beim ersten Mal, sondern auch die 15 Male danach.

2. Babygeräusche

Babys schreien nicht nur, Babys geben auch jede Mange süße kleine Babygeräusche von sich. Vom ersten Schmatzen und Glucksen über das erste herzhafte Lachen bis zu dem aufgeregten tattataaatata: Kleinkindergeräusche sind so vielfältig wie die Kinder selber. Die Babygeräusche meiner Tochter sind tatsächlich (meistens) Musik in meinen Ohren.

3. Das Leben ist ein  Abenteuerspielplatz

Für meine Tochter ist die Welt im Moment ein Abenteuerspielplatz, der nur zu ihrer Unterhaltung konzipiert wurde. Mama lässt eine Tüte Mehl fallen? Toll, dass geschieht sicher nur, damit sie darin herum patschen kann. Die leeren Flaschen in der Küchenecke? Wurden dort abgestellt, damit sie die Gläser durch die Küche rollen und gegeneinander klingen lassen kann. Die Begeisterung meiner Tochter für das Leben ist unheimlich ansteckend und bringt für mich eine große Leichtigkeit zurück.

4. Neue Erfahrungen

Das erste Weihnachten, das erste Schaumbad, der erste Ausflug zum Ziegengehege am See…zusammen mit dem kleinen Fräulein M. entdecke ich viele vertraute Dinge noch mal ganz neu. Im Moment sind es vor allem sensorische Erlebnisse: wie fühlt sich denn eigentlich Sand an? Was ist der Unterschied zwischen trockenem und nassem Sand? Wie schmeckt Salzwasser und wie riecht Grass?

5. Gebraucht werden

Gebraucht zu werden ist ein wunderschönes Gefühl. Meine Tochter geht gerne auf andere Menschen zu, aber wenn sie müde ist braucht sie ihre Eltern. Uns. Das Gefühl für jemanden die Welt zu sein, ist unschlagbar.

6. Babylachen

Wer bei einem herzhaften Babylachen nicht wenigstens lächelt, muss ein Herz aus Stein haben. Meine Tochter lacht erstaunlich laut und ihr ganzer kleiner Köper vibriert dabei. Was so amüsant ist, ist nicht immer ganz klar, aber in diesem Moment ist das auch völlig egal. Kein Wunder, dass ich mich immer wieder zum Affen mache, um ihr ein Lachen zu entlocken. Auch Mitten in der Stadt oder in der Schlange an der Wursttheke.

7. Erwachsen werden

Dieser Punkt klingt erstmal komisch, schließlich arbeite seit vielen Jahren, mache meine Steuererklärung selber, fahre Auto, trinke Alkohol, bin verheiratet…aber erst seit der Geburt meiner Tochter fühle ich mich wirklich erwachsen. Das heißt nicht, dass ich meine “Mädchenseite“ abgelegt habe. Das heißt ganz einfach, dass ich das erste Mal in meinem Leben tatsächlich Verantwortung für einen anderen Menschen übernommen habe. Und das fühlt sich gut und richtig an!

8. Schmusen

Das kleine Fräulein M. war Anfangs eher kein Kuschelbaby, inzwischen hat sie aber auch ihre Schmuse-Phasen. Wenn sich zwei kleine Hände um meinen Hals legen, ich einen Babykuss bekomme oder sich meine Tochter beim ins Bett bringen müde an mich schmiegt, hüpft mein Herz vor Glück.

Ich bin neugierig: was ist für Euch das schönste am Mutter- bzw. Vatersein?